Franziskusweg in Umbrien: von Florenz/Rimini nach Assisi - La Via di Francesco

Franziskusweg in Umbrien: von Florenz/Rimini nach Assisi
Etappen von Sansepolcro nach Assisi
Franziskusweg in Umbrien: von Florenz/Rimini nach Assisi
WanderwegeDie Figur des Heiligen Franziskus, der Assisi, Ziel und Kreuzung der wichtigsten Wege, überragt, begleitet den Pilger auf den Wegen, die von verschiedenen Teilen Italiens und Europas ausgehen, sich in Umbrien verflechten und nur ein Ziel haben: das Grab des Heiligen in Assisi und seinen päpstlichen Basiliken. Unterwegs folgen wir den Straßen mittelalterlicher Städte, Kirchen, Einsiedeleien und Klöstern und Kunstwerken, die die Erinnerung an seine Worte und Taten bewahren und die Identität Italiens und seiner Bevölkerung verkörpern.
Von Florenz und Rimini aus vereinigt sich der Weg beim Heiligtum von La Verna im Nationalpark der Casentinischen Wälder. Vom Heiligen Berg La Verna führt die Route weiter in die sanfteren Hügel des Oberen Tibertals in Umbrien und berührt die Orte Citerna, Città di Castello und Pietralunga.
Man erreicht das an natürlichen Schönheiten und Kunstschätzen reiche Gubbio, Ort der ersten Pilgerreise des Franziskus.
Auf und ab geht es durch die grüne Gegend um Valfabbrica und schließlich bis zur Franziskusbasilika in Assisi. Weltweit ist dieses Bauwerk berühmt, das bedeutendste Symbol der Geschichte und des Leben des Schutzpatrons von Italien.
Interessant ist ein Abstecher nach Perugia, der Hauptstadt der Region mit ihren unzähligen Sehenswürdigkeiten.
Um mehr über die Etappen der Franziskuswege in der Toskana und der Emilia Romagna zu erfahren und zu entdecken:
Franziskuswege in der Toskana - Klicken Sie hier
Franziskuswege in der Emilia Romagna - Klicken Sie hier
Etappe 10
Etappe 11
Etappe 12
Etappe 13
Etappe 14
Etappe 15
Etappe 15a
Etappe 16
Etappe 16a
Etappe 16b
-
asphalt : 85%
-
schotterweg : 15%
Ca. 4 Stunden führt der überwiegend ebene Weg an Feldern und alten Bauernhäusern vorbei. Beim Verlassen der Stadt muss man auf den Straßenverkehr achten, aber in weniger als 3 km geht es weiter auf kleinen Landstraßen in die Heimat des Heiligen Franziskus: Umbrien. Die Anstiege werden immer milder, die Landschaft sanfter. Der auf einer Anhöhe im Hohen Tibertal thronende Ort Citerna zählt zu den schönsten Dörfern Italiens und weist die typischen Merkmale einer Festung mit Wachfunktion auf. Sehenswertes in der Altstadt: Die Museumskirche San Francesco (lassen Sie sich die geheimnisvolle Geschichte von der Wiederentdeckung der Madonna des Donatello erzählen); Die Kirche San Michele Arcangelo mit der wertvollenKreuzigungdes Pomarancio und einer Madonna mit Kind aus der Schule der Della Robbia; ein Muss ist der mittelalterliche Weg der Stadtmauer entlang.
-
asphalt : 30%
-
schotterweg : 70%
Die Anstiege sind nicht anspruchsvoll, und man wandert zwischen Feldern und kleinen Ortschaften. Zwischen Kastanienbäumen, Eichen und Flaumeichen geht es auf und ab, jedoch ohne sehr steile Passagen. Entlang des Weges gibt es Rastplätze und Brunnen, um Wasser und Nahrung aufzufüllen; darunter auch ein Büffelhof, in dem köstliche Mozzarella hergestellt werden.
Auf dem Kamm der Hügel bei Le Burge genießt man einen 180°-Blick über das Tibertal und die umbrische Landschaft, die von Hügeln, Hangdörfern, Wäldern und Kirchen geprägt ist. Einige Abschnitte verlaufen in der Sonne; Pilger sollten daher stets einen Hut und eine Wasserflasche dabeihaben.
Bei Lerchi kommt man an der Stiftung „Archeologia Arborea“ vorbei (nur nach Voranmeldung zu besichtigen), die alte lokale Obstsorten sammelt und so die Biodiversität des Gebietes bewahrt.
Entlang des Weges weisen ein Bildstock und ein Eisenkreuz auf die Franziskanereinsiedelei Buon Riposo hin, die ihren Namen von der Rast des heiligen Franziskus an diesem Ort hat.
Der letzte Abschnitt führt bergab zur schlichten und eleganten Fassade der Kathedrale von Città di Castello, die die Pilger auf dem Weg nach Assisi empfängt. Città di Castello pflegte schon immer eine hohe Wertschätzung für die Kunst: bedeutende Künstler arbeiteten hier, und feierliche Paläste sowie monumentale Kirchen wie der Dom, San Domenico und San Francesco entstanden. Città di Castello ist die Heimat eines der größten umbrischen Künstler des 20. Jahrhunderts, Alberto Burri, dessen Werke in zwei Museumsstandorten der Stadt zu sehen sind. Ein Muss ist das Diözesanmuseum, in dem der Schatz von Canoscio aufbewahrt wird, einer der ältesten erhaltenen liturgischen Gerätesätze aus frühchristlicher Zeit.
-
asphalt : 20%
-
schotterweg : 78%
-
nicht asphaltiert : 2%
Die Stempel im Pilgerbuch werden immer mehr und man nähert sich Schritt für Schritt dem Ziel. Man lässt die geometrisch gestalteten Piazze von Città di Castello hinter sich und begibt sich dann durch Wälder, auch in der Sonne, Richtung Pietralunga. 6 km nach dem Start kommt man zurLocalità Il Sasso,der zur Rast einlädt. Vor allem aber ist es die letzte Gelegenheit, um Proviant zu besorgen.Ab hier geht es kontinuierlich bergauf, dann wieder hinab zu einem der Herzstücke des Weges: Pieve de’ Saddi, dem Zentrum der ersten Christianisierung des Hohen Tibertals und Jahrhunderte lang religiöser Mittelpunkt der gesamten Bergregion. Dann geht es weiter auf und ab durch Täler und Felder, wo sich der Geist an der Stille und am Frieden der Natur laben kann.An der Strecken lade verschiedene Rastpunkte zur Erholung ein, damit der Körper das weitere Auf und Ab bis Pietralunga gestärkt angehen kann. Einmal am Ziel, wird der Pilger in dem kleinen umbrischen Städtchen herzlich empfangen. Dieser sehr lange Abschnitt sollte in aller Ruhe angegangen werden. Nutzen Sie die Zwischenstopps. Sparen Sie Ihre Kräfte für den letzten Ab- und Aufstieg nach Pietralunga.
-
asphalt : 65%
-
schotterweg : 35%
Der Franziskusweg bietet zahlreiche Möglichkeiten, den Streckenabschnitt zu verkürzen, an Kirchen und Abteien kann der Pilger hingegen unter Schatten spendenden Bäumen rasten. Der Weg führt unbeschwerlich durch Wälder und offene Wiesen, die ein herrliches Panorama auf die umliegenden Hügel bieten, schließlich geht es durch einen Koniferenwald. Weiter geht es auf einer Asphaltstraße, bis sich ganz unvermittelt die herrliche Ebene von Gubbio auftut.Horizontal verlaufende Felder durchkreuzt von den grünen vertikalen Linien der Entwässerungsgräben. In Loc.Loretoangekommen ändert sich die Landschaft: die stillen Wälder weichen Feldern und Dörfern. Neben derKirche San Giovanni Battista(normalerweise geschlossen, aber der freundliche Pförtner wohnt genau gegenüber) befindet sich unter Bäumen ein Aussichtspunkt.Es geht bergab bis nachAbbadia di Piazza, wo es auf einer von imposanten Eichen gesäumten Straße weitergeht. Ab hier geht es einen langen Streckenabschnitt in der Sonne auf Asphalt bis zur neuen “Fonte del pellegrino”, einer Pilgerquelle gespendet von der Gemeinde Rione del Piano und der Diözese Gubbio. Die Ankunft in Gubbio ist eine Belohnung für all die Mühen, nicht nur wegen der Schönheit des Ortes, sondern auch wegen der starken Bindung der Stadt mit Franziskus.Der Weg endet vor der Kirche San Francesco mit der anrührenden Statue, die Franziskus und den Wolf darstellt. Eine Erinnerung an das Wunder des vom Heiligen gezähmten, wilden Tieres. Wer einen ganzen Tag in Gubbio verbringen kann, dem empfehlen wir den sogenannten “Fratello Lupo” (Bruder Wolf) Weg, der den Pilger zu den franziskanischen Stätten der Stadt führt, die für den Heiligen wie eine zweite Heimat war.
-
asphalt : 20%
-
schotterweg : 80%
Auf dieser Straße verkündete Franziskus sich als „Herold des großen Königs“ gegenüber den Räubern, die ihn misshandelten. Er gelangte in ein Kloster (Abtei von Vallingegno), wo er widerwillig aufgenommen und in die Küche zum Abwasch geschickt wurde. Als Pilger stellte sich der heilige Franziskus vielen Herausforderungen und Schwierigkeiten, doch gerade sie machen den Weg einzigartig für alle, die seinen Spuren folgen möchten.
Der erste Abschnitt beim Verlassen von Gubbio verläuft auf Asphalt und erfordert Aufmerksamkeit. Danach geht es auf einer Schotterstraße weiter und, sobald der Kamm erreicht ist, lohnt es sich, sich umzudrehen und Gubbio Lebewohl zu sagen.
Der Weg führt weiter durch das Tal des Flusses Chiascio und vorbei an Burgen auf den Hügelkuppen. In der Ferne sieht man bei klarem Wetter die Silhouette des Monte Subasio. Man erreicht die kleine Kirche delle Ripe oder Madonna delle Grazie, einen der berührendsten Orte des Weges, in dem Erinnerungen an vorbeiziehende Pilger bewahrt werden. Halte hier an und denke nach.
Anschließend steigt man durch Nadelwälder hinauf zum Eremitage San Pietro in Vigneto. In diesem Gebiet werdet ihr wie Pilger empfangen.
-
asphalt : 20%
-
schotterweg : 70%
-
nicht asphaltiert : 10%
Danach folgt ein anspruchsvoller Anstieg bis zur Burg Biscina, dem letzten Punkt, an dem man Wasser nachfüllen kann. Von hier geht es fast ausschließlich bergab bis Valfabbrica. Dieser letzte Abschnitt verläuft jedoch auf Asphalt und in der Sonne; denken Sie daher stets an eine Kopfbedeckung und ausreichend Wasser. Seien Sie unterwegs aufmerksam, denn Sie stoßen auf eine Weggabelung. Dort können Sie den Schildern zur franziskanischen Pieve von Coccorano folgen. Dieser Weg ist länger, bietet aber unerwartete Ausblicke auf das künstliche Becken des Chiascio. Die Rast an der Pieve entschädigt für die Anstrengung.
Alternativ können Sie an der vorherigen Gabelung weiter bergab entlang der Staumauer gehen (prüfen Sie den Verlauf der kurzen Variante Nr. 15a). Das Ziel ist fast erreicht, und Valfabbrica ist ein franziskanischer „Monte do Gozo“, wo man über den Weg nachdenken kann, der in Assisi am Grab des Franziskus seinen Abschluss findet.
-
asphalt : 25%
-
schotterweg : 65%
-
nicht asphaltiert : 10%
Die hier beschriebene Route stellt eine Abkürzung dar, die die Kilometer reduziert. Landschaflich weniger interessant, aber auf jeden Fall leichter.
Das Warten ist fast vorbei, und Valfabbrica ist ein franziskanischer „Monte do Gozo“, an dem man über den Weg nachdenken kann, der in Assisi am Grab des Franziskus vollendet wird.
-
asphalt : 25%
-
schotterweg : 75%
Zunächst führt der Weg durch die Stille der Hügel und Wälder, ab Pieve San Niccolò weitet sich dann die Landschaft über Täler mit Weingärten und Olivenhainen. Der erste Streckenabschnitt führt mit einigen anspruchsvollen Anstiegen durch den Wald. Ein Abbild des bereits zurückgelegten Wegs: Anstiege, Abstiege, einige steile Abschnitte, aber wir nähern uns Assisi, das beflügelt.Ganz unvermittelt tut sich ein harmonischer, imposanter Blick auf die Stadt Assisi mit dem Heiligen Konvent und der Franziskusbasilika auf. Das ist einer der erhabendsten Momente der ganzen Wanderung, der einen mit großer Vorfreude auf die nahende Ankunft am Ziel erfüllt. Am Fuße von Assisi angekommen befindet sich in Loc. Ponte de Galli der untere Zugang zum Wald des Heiligen Franziskus des FAI (Zutritt gegen Spende), den man alternativ zur Teerstraße wählen kann. Man betritt Assisi durch die Porta San Giacomo, das Jakobstor, durch das die Pilger die Stadt auf dem Weg nach Santiago de Compostela verließen.Mit einem Blick auf die majestätische Fassade der Franziskusbasilika im Sonnenschein wird man für alle Mühen des Wegs belohnt. Der große Augenblick ist gekommen: nun muss man nur noch zum Grab des Heiligen. Hier kann sich der Pilger im schwachen Licht der ewigen Leuchte im Gebet sammeln und über den zurückgelegten Weg meditieren. Neben dem Eingang zur unteren Basilika kann man sich im Statio Peregrinorum als Andenken an den Weg das wohlverdiente Testimonium (für 100 km zu Fuß oder 200 km mit dem Fahrrad) oder die Chartula Peregrini ausstellen lassen.
-
asphalt : 60%
-
schotterweg : 27%
-
nicht asphaltiert : 1%
Ein Abstecher nach Perugia, Hauptstadt der Region Umbrien, ermöglicht die Besichtigung einer der schönsten Kunststädte Umbriens. Die moderne, pulsierende Stadt blickt zurück auf eine große Blütezeit im Mittelalter, aus dem bis heute zahlreiche künstlerische und bauliche Meisterwerke erhalten sind. Von Valfabbrica aus führt der Weg meist auf Asphaltstraßen durch Olivenhaine und Ortschaften.Kontinuierlich geht es hinauf zum Monte Verde: Schritt für Schritt lässt man das enge Tal von Valfabbrica hinter sich. Zunächst kommt man nach Pianello, wo man Rast einlegen kann, dann geht e weiter Richtung Burg vonRipa.Man durchquert den Ort der Länge nach und erreicht einBelvederean derPiazzetta del Montarone, von wo aus man Assisi und die Basilika von Santa Maria degli Angeli erkennt. Weiter geht es auf Asphalt durch die Ortschaften Lidarno, Ponte Valleceppi und Pretola. Ab dem Turm in Pretola beginnt ein langer, anstrengender Anstieg, der in die Nähe der Tempelkirche San Bevignate und dann in die Akropolis von Perugia führt.
-
asphalt : 90%
-
schotterweg : 5%
-
nicht asphaltiert : 5%
Der Weg führt durch ein dicht besiedeltes, aber dennoch faszinierendes Gebiet. Auf dem Weg von Perugia nach Santa Maria degli Angeli erklärte Franziskus Bruder Leo, was er unter der vollkommenen Freude verstand und wie diese zu erreichen sei. Auf derselben Strecke verläuft auch der 1961 von Aldo Capitini eingeführte Friedensmarsch.Ausgangspunkt ist die Altstadt von Perugia, von hier geht es hinab ins Tal. Von Ponte San Giovanni aus geht es zunächst ein Stück am Tiber entlang, dann weiter auf Asphalt- oder Schotterwegen bis nach Santa Maria degli Angeli. Ein Besuch der dortigen Wirkungsstätten des Heiligen Franziskus ist ein Muss, bis heute ist der Geist des „Poverello d‘Assisi“ und des Minoritenordens hier lebendig. Von der Basilika aus geht es weiter auf einemPflasterweg.Von hier aus erblickt man das Ziel: die Franziskusbasilika.Dem Pflasterweg folgend erreicht man über eine Treppe linkerhand diePorta San PietroundAssisi. Über die Piazza gelangt man zurFranziskusbasilika, vor der Weg vor demGrab des Heiligen Franziskusendet.